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Monday, November 21, 2011

Spanisch: Espanita

zuletzt besucht: 17.11.2011
Wo: Hainer Weg. 9, Frankfurt
Tel: 069/69 59 96 69

Auf geht es nach Dribdebach, zur anderen Mainseite nach Sachsenhausen also. Dort soll das Espanita eine gute Adresse für den Tapasliebhaber sein. Auch wenn wir Casa Pintor – süchtig sind wenn es um Tapas geht ist eine Alternative doch nicht verkehrt. Das Lokal ist relativ klein mit ca. 10 - 12 Tischen und man fühlt sich auch dank der herzlichen Begrüßung des - so scheint es uns - Inhabers gleich wohl hier.

Was auffällt: Auf der Karte finden wir Dinge wie Fideua (quasi Paella mit kleinen, hohlen Hartweizennudeln), schwarze Paella, Linsen und Kichererbsengerichte und Croquetas - einen katalanisch-andalusischen Abriss also, den man sonst nicht so leicht findet. Neben dem roten Hauswein und bestellen wir von den Tapas frias (kalten Tapas) die Kichererbsen mit Thunfisch (€ 4.50). Die warmen Speisen bilden dann die Linsen spanischer Art (€ 6,80), die Croquetas mixtas (Kroketten mit Käse Jamon etc. gefüllt - € 7,00), Mejillones (Muscheln mit Weißwein - € 8,50) und natürlich Gambas al ajillo (Garnelen in Knoblauch - € 7,50). Die Preise können um 20 - 30 Cent abweichen, da wir leider vergaßen die Rechnung mitzunehmen.

Die Kroketten sind gut obwohl wir die unterschiedlichen Füllungen nicht so recht rausschmecken können. Die Gambas sind sehr gut, da schön groß und saftig und müssen sich nur aufgrund des besseren, weil besser abgeschmeckten, Suds dem Casa Pintor geschlagen geben.

Vom Rest sind wir aber restlos begeistert. Die Linsen spanischer Art sind richtig gut gewürzt und inmitten des fast schon purreartigen Gerichts finden sich ein paar Scheiben der spanischen Paprika-Knoblauchwurst Chorizo. Sehr lecker und erfrischend auch die Salatvariante mit den Kichererbsen und dem Thunfisch, die als erstes in unseren Mündern verschwindet. Neben den Linsen verbraucht auch der fantastische Weißweinsud der leckeren Miesmuscheln unsere Weißbrotbeilage. Wir sind froh, dass wir eine derartige Auswahl - und es gab einiges auf der Karte (sogar Churros - Krapfenähnliches, frittiertes Gebäck welches in dickflüssige Schokolade getunkt wird) - angeboten bekommen und kommen definitiv wieder um die Karte durchzuprobieren. Auch weil wir finden, dass das Espanita ein gute Alternative zum Casa Pintor ist, da hier leckere Gerichte angeboten werden, die es beim Spanier am Bornwiesenweg nicht gibt. Die Atmosphäre hier ist etwas intimer und man weiß ja nie in welcher Stimmung man einem bestimmten Tag ist.

Wir zahlen knappe 35 € ohne Getränke und bekommen noch einen - dringend nötigen - Verdauungsschnaps aufs Haus!

Gracias!


Kichererbsen mit Thunfisch & Linsen spanischer Art



Croquetas mixtas




Mejillones in Weißweinsauce & Gambas al ajillo (hinten)


Monday, June 27, 2011

Das kommt mir spanisch vor: Casa Pintor

zuletzt besucht am: 27.06.2011
Wo: 60322 Ffm, Bornwiesenweg 75,
Info: Tel. +49-69-597 37 23 - tägl. 18 - 2 Uhr, warme Küche bis 1 Uhr!
nur Bargeld wird akzeptiert
web: www.casapintor.de

Ursprünglich aus Andalusien kommend und dort in manchen Gegenden immer noch zu einem Getränk ohne Aufpreis als Beilage serviert, erfreuen sich Tapas hierzulande immer größerer Beliebtheit. Ich muss sagen, dass für mich bei dieser Art zu essen eher die Kombination aus geselliger Atmosphäre und den mundgerechten Portionen, die es einem erlauben möglichst viel auszuprobieren, im Vordergrund steht als die Befriedigung eines exquisiten kulinarischen Bedürfnisses.

Bei meinen Spanienbesuchen faszinierte mich immer, wie die Einheimischen (frühestens) um 22 Uhr in die Tapasläden einfallen und den Abend stundenlang essend und trinkend verbringen konnten. Ja und im Frankfurter Nordend hat es doch ein spanisch-deutsches Ehepaar geschafft - zugegebenermaßen: das liest sich jetzt klischeehaft - diese Atmosphäre einzufangen. Gut, das Nordendpublikum mag jetzt nicht annähernd so laut sein aber es geht hier - auch dank des freundlichen Personals - lebhaft zu. Es ist bodenständig eingerichtet und das etwas betagtere Möbiliar erweckt einen wohligen Eindruck.

"Wieviele?" "Zwei Personen", antworte ich. Mit dieser Frage sollte man immer rechnen, da die Nachfrage fast immer höher als das Angebot ist. Ab 19:30 Uhr muss man Wartezeit mit einplanen, wenn man nicht unbedingt an der Bar sitzen will obwohl sich die Zeit auch dort wunderbar mit einem Glas Wein und einem Snack vertreiben lässt. Die Plätze draußen sind bei entsprechender Witterung natürlich noch schwieriger zu bekommen. Das Personal und die Besitzer bemühen sich jedoch immer um einen Platz.

Was bestellen wir? Für mich sind die Garnelen in Knoblauch (Gambas al ajillo - 8 €) der Gradmesser an dem sich die Konkurrenz messen muss und hier schmecken sie mir einfach am besten! Der leicht pikante Ölsud verlädt einen geradezu das Schälchen mit dem hinzugestellten frischen Weißbrot komplett trockenzulegen. Dazu noch einmal einen gemischten Teller des Tapassortiments (8 €) aus der Vitrine vorne am Tresen, der heute aus eingelegtem Schafskäse, Kartoffeln mit scharfer Soße, Artischocken, geröstetem Brot mit Salatbeilage, frittiertem Tintenfisch und Paella besteht. Ein Blick auf die tagesaktuelle Tafel verrät, dass es noch große Mahlzeiten (12 - 17 €) gibt, wie z.B Lomo (Schweinelende) und Chuletillas (Lammkoteletts). Bei 30 Grad entscheiden wir uns aber lieber für tagesaktuelle Tapas und bestellen einmal Calamares (frittierte Tintenfischringe - 5,50 €) sowie Almejas a la plancha (Venusmuscheln - 7 €). Die Calamares, weder zäh noch nach Frittierfett schmeckend, sind schön kross. Die Venusmuscheln im Olivenöl-Kräutersud springen einem fast selbst in den Mund und sind wunderbar zart. Ein Blick auf die Tageskarte lohnt sich immer, da je nach Verfügbarkeit, Leckereien wie Pulpo a la gallega - gekochter Tintenfisch mit Salz, Paprikapulver und Olivenöl auf Kartoffeln - serviert werden.

Gegen den Durst gibt es heute San Miguel (Bier aus Barcelona) und Weißweinschorle. Wem das zu profan ist, kann einen Blick auf die gut sortierte Weinkarte werfen. Mein Lieblingswein hier ist der Rotwein Monte Toro Roble -trocken und vollmundig. Die Weinauswahl lässt sich auch online bestellen und kann wahlweise im Casa Pintor abgeholt oder nach Hause geliefert werden.

Überhaupt beruhigt ein Blick auf die Webseite, die verrät das ein Großteil der Zutaten (Chorizo, Jamon ibérico und serrano, Olivenöl etc.) eigens aus Spanien angeliefert wird. Das Fleisch und die Eier kommen aus dem Odenwald. Ich finde: Das schmeckt man auch! Zusätzlich werden die Bodegas (private Weinkeller) aus der die Weine kommen einzeln vorgestellt.

Leider sind wir jetzt zu satt für den Lieblingsnachtisch: flambiertes Eis! Schade, das machen wir beim nächsten Mal und haben den Abend für zwei Personen für - mehr als faire - 32 € (exklusive Getränke) genossen. Bis bald Casa Pintor!

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln?

Dann bestellt: 1 * Tapassortiment aus der Vitrine, 1* Gambas al ajillo, 2* Tapasempfehlung aus der Tageskarte (Boquerones en vinagre oder Calamares oder Pulpo a la gallega), 1* Chorizo und als Nachtisch flambiertes Eis

Bild o.r. - copyright:www.casapintor.de