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Tuesday, October 18, 2011

Nochmal besucht: Restaurant Nummer 16 (Luigi & Luana)

zuletzt besucht: Freitag, 14.10.2011
Wo: Wiesenstraße 52, 60385 Frankfurt am Main
Info: Tel: 069 46 45 91

Es wurde mal wieder Zeit. Es wird ja langsam knackig kalt und warum sollte man dann nicht eine vertraute und gemütliche Umgebung für ein ausgiebiges Abendessen aufsuchen. Ein guter Freund aus dem Süden Deutschlands ist zu Besuch und da ich ihm schon seit Jahren von diesem Restaurant vorschwärme ist die Wahl diesmal klar. Ich rufe einen Tag vorher an um mir die gewohnte Antwort abzuholen: " Von halbe sieben bise achte habbe wir Plazze für swei Persona, danach sind wir katastrophal ausgebucht. Also speta einfach vorbei komme!"

Ist geritzt: Wir trudeln gegen 21:15 Uhr in ein bis auf den letzten Platz volles Restaurant ein und treffen auf weitere hungrige Leidgenossen, die bereits auf einen Tisch warten. Die dreiviertel Stunde Wartezeit vertreiben wir úns am Tresen mit dem gewohnt leckeren und bis zum Glasrand eingeschenkten roten Vino de la casa. Am Tresen werden dann auch 2 Barhocker frei und wir sind gespannt wie auf dieser schmalen Fläche unser Essen Platz finden soll. Natürlich bestelle ich Bekanntes, schließlich soll meine Empfehlung keine Enttäuschung beim Angereisten auslösen. Wir wählen den Salat Murisceddu - natürlich nur für eine Person - und die Tria combinazioni, also Pasta, Gemüse und Lammrückenfilets.

Allein der Blick meiner Begleitung bei Ankunft der Gerichte ist den Besuch schon wert. Diesmal wählen wir anstelle der Spaghetti mit Hackfleischsauce della Casa die Spaghetti Pesto zur Tria combinazioni und was soll man sagen: Dieses Restaurant setzt einem beständig Spitzenqualität vor und verdutzt fragt man sich warum der eben verschlungene Happen noch besser schmeckt als der Letzte. Die Pesto, leider oft in Sahne erstickt und mit billigem Öl zubereitet, ist herrlich lecker. Man erkennt auf den ersten Blick, dass der Basilikum frisch geschnitten und mit Knoblauch, Peccorino und Olivenöl von hoher Qualität angemacht wird.

Wir wollen unbedingt einen Nachtisch, denn schließlich sitzen wir unmittelbar neben dem Kühlregal voller Tiramisu, Schokoladenmousse und Panacotta. Wir entscheiden uns für Tiramisu - aber zum Mitnehmen. Es stellt sich heraus, dass meine Idee das Tiramisu bereits während des Essens zu reservieren, sofern wir diese verwirklicht hätten, vernünftig gewesen wäre:

"Tut unse leide, bereits vobestellte, ausverkauft".

Dies gilt auch für das Schokoladenmousse und daher nehmen wir gezwungenermaßen die Panacotta mit Fruchtsauce, bezahlen knappe € 55 exklusive Getränke für Portionen, die für 3 gereicht hätten, trinken den Ramazotti aufs Haus und bringen unsere Panacotta schnell in den häuslichen Kühlschrank.

Zur Panacotta: Wahnsinn! Das sind glückliche Pfunde, die man sich wieder abtrainieren darf.

"Das ist das beste italienische Essen, dass ich außerhalb gegessen habe", sagt mein Kumpel. Ich darf nun wohl häufigeren Besuch aus dem Süden erwarten....










Thursday, October 13, 2011

Scharfer Engel aus Thailand: Suvadee

zuletzt besucht: 10.10.2011
Wo: Baumweg 19, 60313 Frankfurt am Main, Tel: 069 49 40 764
Wo: Steinweg 7, 60316 Frankfurt am Main, Tel: 069 28 54 77
Öffnungszeiten: Steinweg: 12 - 23 Uhr durchgehend geöffnet, Sonntags Ruhetag, Baumweg: 12 - 15 Uhr und 18 - 23 Uhr, Samstags und Sonntags durchgehend geöffnet, Montags Ruhetag

Gleich zweimal ist das Suvadee (zu Deutsch: Engel) in Frankfurt vertreten - einmal am unteren Ende der Berger Straße und einmal in der Innenstadt nähe Hauptwache.

Nach einigen, sehr zufriedenstellenden, Besuchen der Lokalität im östlichen Nordend, entscheiden wir uns diesen Abend für das Restaurant in der Innenstadt. Hier werden wir freundlich empfangen und zu unserem Tisch für Zwei geführt. Wir hatten nicht reserviert, da die Entscheidung draußen zu essen eine Spontane war und wir darüberhinaus mit unserer Vermutung richtig lagen, dass an einem Montag mit Sicherheit noch einige Plätze frei sind. Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass man für das Suvadee am Baumweg vorab reservieren sollte und laut Bekanntenkreis gilt dies im Regelfall auch für die Innenstadt.

Erfreulich: Durchaus genießbare Ausschankweine fangen schon bei € 3,90 an und hören schon bei € 5,90 pro Glas auf. Eine willkommene Abwechslung zu Lokalen in angenehmer Lage, die vermeintlich günstige Essenspreise mit horrenden Preisen für schlechte Weine ausgleichen.

Die Entscheidung uns einen Salat (Yam Pla Muek mit Tintenfisch, Tomaten, Zitronensaft, Chili, Pfefferminze und Koriander - € 13,50) und eine Hauptspeise (Kiuw Waan Nuea mit Rindfleisch, getrocknete rote Chili, Zitronengras, Knoblauch, Scharlotten u.v.m, € 12,90) zu teilen, stellte sich aufgrund der sättigenden Portion als richtig heraus.

Wobei der zweite Happen des Salates uns die Entscheidung schon fast bereuen lässt: Wider früherer Erfahrung und anscheinend bar jeder Vernunft nahmen wir die Anmerkung "sehr scharf" in der Karte wohl nicht ernst. Hieran ist wohl zum einen der inflationäre Gebrauch der Begriffe "sehr", "scharf" und "pikant" bei anderen Adressen schuld, bei denen man immer "sehr scharf" bestellen muss um überhaupt etwas Pikantes vorgesetzt zu bekommen und zum anderen der Übermut eines Inders - meiner!

Nicht hier: Das Ding ist höllisch scharf, doch vor allem der zitronige Sud ist so dermaßen lecker, dass wir nicht anders können als weiter zu essen. Daneben schwächt das Kiuw Waan Nuea, in der Speisekarte übrigens als "scharf" deklariert, die Schärfe des Salates fast schon ab. 

Hier lautet die Regel also: Alles was "sehr scharf" ist, kann als brutal bezeichnet werden. Alles was " scharf " ist als sehr scharf. Sollte Eure Zunge nicht über Jahre hinweg trainiert worden sein, empfiehlt es sich "leicht" scharfe Gerichte zu wählen.

Wir waren an der Schmerzgrenze ohne diese gänzlich zu überschreiten aber wir waren uns einig: Extrem lecker! Der Salat hat genau die richtige Temperatur, der Tintenfisch ist nicht zu zäh und der Sud mit den vielen roten Chilistücken ist eine Augenweide. Das Gemüse im Hauptgang ist knackig und jede einzelne Ingredienz kommt zur Geltung, ohne dass jedes Gericht, wie leider so oft, in Zitronengras, extrem seifigen Thai-Basilikum und Kokosmilch ertränkt wird. Selbst die Reisbeilage verputzen wir aufgrund des Aromas und der leicht salzigen Note komplett.

Wir sind satt und die zugeführten Kalorien wurden wohl gleich während des Essens wieder ausgeschwitzt! Wir zahlen € 27 exkl. Getränke und wundern uns über die Beliebtheit des überschätzten, überkandidelten, überteuerten und nachlassenden Rama V (Vilbeler Straße 32, nähe Konstablerwache). 

Bis bald Engel!


PS: Leider gibt es diesmal keine Empfehlung, da die Auswahl riesig ist aber einen der exotischen Salate sollte man definitiv probiert haben.

Friday, July 8, 2011

Casual Korean Dining: Sonamu

zuletzt besucht: 05.07.2011
Wo: Berger Straße 184, Frankfurt
Info: geöffnet, Mo: 18:00 - 23:00 Di - So: 12:00 - 23:00, www.sonamu-frankfurt.de

Es ist zwar Meckern auf hohem Niveau aber die "mittlere" Berger Straße fällt im Vergleich zur oberen und unteren kulinarisch ja etwas ab. Das drei Monate junge Sonamu schickt sich nun an daran etwas zu ändern. Für einen Festnetzanschluss und eine fertige Webseite blieb wohl noch keine Zeit.

Diese scheint wohl in die Einrichtung des Ladens geflossen sein, der außen und innen komplett mit unbehandeltem Naturholz eingerichtet ist. Ja selbst der Tresen und das restliche Mobiliar sind aus dem selben Material und vermitteln beim Betreten des Sonamu unmittelbar ein ruhiges und entspanntes Gefühl. Durch den Laden gehen wir in den Hinterhof, der den Außenbreich bildet und den hektischen Trubel auf der Berger Straße von einem fern hält. Auch hier sind die Tische und Bänke aus...ihr wisst schon.

Die klare Struktur findet sich auf der Speisekarte wider, die inklusive Getränke auf einer A4 Seite Platz findet. Es sollen wohl noch mehr Speisen hinzukommen aber uns Dreien gefällt die Übersicht. Wir fragen einen aufmerksamen Mitarbeiter nach einer Einführung in die Speisekarte - sind wir doch das erste Mal koreanisch Essen - und lauschen der netten und unaufgeregten Beschreibung der Speisen. Als Vorspeise wählen wir Japche (€ 6,50), einen lau warm servierten Glasnudelsalat mit Spinat, Morcheln, Karotten, Sojasauce und Sesamöl. Der Wunsch nach Rinderfilet als Zusatz wird gewährt. Der Salat reicht für drei, hat eine angenehme Temperatur und schmeckt wunderbar würzig und erfrischend. Als Hauptgericht bestellen wir Bulgogi (€ 11,50 - 13,50): wahlweise Rinderfilet, Schweinenacken, Hähnchen- oder Entenkäule in milder oder pikanter Sauce mit Kohl und weiterem Gemüse sowie Ingwer, Knoblauch und Pilzen. Dazu wird in einem Schälchen würziger Reis serviert und auf einer längeren Platte eingelegter Kohl, Kartoffel und Tofu. Auch hier: Das Gemüse ist wunderbar knackig, die pikante Variante der Sauce schön scharf und der Sud mit dem Reis vermengt richtig köstlich. Wir haben nichts zu meckern und stellen immer wieder fest: Asiatisch ist nicht immer gleich asiatisch! Wir zahlen absolut faire 36 Euro (exklusive Getränke) und freuen uns auf das nächste Mal.

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln?

Dann bestellt: 1* Japche und 2* Bulgogi (einmal mit Ente und einmal mit Rind) oder tauscht ein Bulgogi gegen Bibimbap (€ 9,50 - noch nicht probiert!): Reis, Zucchini, Auberginen, Spinat, Austernpilze und Chilipaste - wahlweise mit Fleisch dazu.


Bild o.r. - copyright: www.fizzz.de