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Friday, November 18, 2011

Orientalisch: Mamoona Cuisine

zuletzt besucht: 11.11.2011
Wo: Hanauer Ldstr. 2, Frankfurt
Tel: 069/17427597
Es ist schon fantastisch was Ghani aus dem ehemaligen Unity (vergessen wir mal das United) gezaubert hat. Kreativität wurde ja schon mit dem Umfunktionieren des Toilettenhäuschens (Zeil 1a) zur Lala Mamoona Bar bewiesen aber das - wahrscheinlich auch durch die Erinnerungen an das Unity begünstigt - haut uns echt aus den Socken: Schick und hell eingerichtet, alles in Pastellfarben gehalten und stilvoll dekoriert. Hier wird Wert auf Details gelegt, davon zeugt zum Beispiel die in Leder eingebundene Karte in der die wichtigsten Zutaten für die marokkanische und libanesische Küche beschrieben werden. Das Personal ist durchgehend nett und herzlich ohne aufdringlich oder gar aufgesetzt zu wirken. Angefangen beim Barkeeper vorne bis zu den Kellnern - sehr angenehm. Unser knurrender Magen zwingt uns zur zügigen Entscheidung: Als Vorspeise wählen wir Okraschoten in Tomatensauce und orientalischen Gewürzen (€ 5,50) und Falafel mit Haloumikäse (€ 6,80).

Die Okraschoten sind frisch und haben sich mit der unerwartet scharfen und gut abgeschmeckten Tomatensauce vollgesaugt. Ich bin kein großer Falafelfan und werde es wohl auch nie werden aber diese schmecken definitiv anders als bei den meisten Imbissständen. Das Frittierfett hier scheint öfter mal gewechselt zu werden. Der perfekt, weil beim Kauen nicht zäh und quietschend, gegrillte Haloumikäse harmoniert bestens mit der Kichererbsensauce.

Das Warten auf die Hauptspeise dauert mit 30 min etwas lang, wobei wir aber nicht wissen wie lang so eine Lammrolle (Lamm in orientalischem Brot, Hummus und Wildkräutersalat - € 10,50) und eine Hühner Tajine (Schmortopf mit Huhn, eingelegten Zitronen, Oliven, Zwiebeln und Safranreisbeilage - € 15,50) in der Zubereitung braucht. Ein Spruch wie: "Das Warten hat sich gelohnt" hört sich jetzt profan an aber was wir da vorgesetzt bekommen ist schon sehr, sehr lecker.

Die Lammrolle könnte genau so auf der Karte von der IMA Multibar stehen. Die Portion ist groß und mit der Hummusfüllung noch zusätzlich sättigend. Das Lamm ist nicht tranig und der Salat mit einem erfrischenden, leicht säuerlichen Dressing angemacht.

Der Blickfänger ist definitiv der Schmortopf, der in einem Tongefäß in einem Strohkörbchen serviert wird. Das Hähnchen ist butterzart und der Sud mit Zitrone, Zwiebeln und Oliven wird mit dem Safranreis komplett aufgegessen.

Beim zahlen von € 40 für zwei Personen (exkl. Getränke) weist man uns noch darauf hin, dass Sonntags ab 18 Uhr Livemusik gespielt wird und eine breite Auswahl der Karte als Buffet für € 18 p.P. angeboten wird. Das werden wir machen.
Hähnchen Tajine
Okra in Tomatensauce
Falafel mit Haloumikäse

Lammrolle



Friday, October 28, 2011

IMA Multibar

last visit: 21.10.2011
Where: Kleine Bockenheimer Straße 14, Frankfurt
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Why strive to the city center of Frankfurt when you have a variety of choices to dine around my place in Bornheim? Sure, the "Heimat" on the Berliner Strasse is definitely worth a visit but most wallets wouldn't sustain regular visits. I'll try to explore that part of the town better in the future. As fate would have it my co-worker goes back to the US for a rather long period and since the hotel he is staying at to catch his early flight next day is quiet close to the Freßgass (a famous pedestrian area with rather sophisticated bars and restaurants and of course a McDonald's) and my research as well as me recalling some recomendations I thought to try out IMA Multibar for a small and informal farewell dinner.

I had booked a table for three people in the afternoon and if this Friday is a benchmark it is definitely recommended to do so. The interior is designed minimalistically without coming across too cold.

The place is pretty dense and I guess it might be quiet crowded during lunchtime but that is nothing that bothers me nor influences my review. You can easily check in advance if a place is convenient for a certain purpose and what ambience you can expect. I mean you wouldn't go to McDonald's for a candlelight dinner or expect a drive through at Jamie Oliver's place.

Corresponding to the set-up the menu is kept simple which on one hand - supported by the sight of the open kitchen - hopefully indicates that this place offers few but delicious choices but it definitely saves me time translating everything to my colleague.

On the menu we find various kinds of wraps, various oriental appetizers, a freestyle platter (with hummus, guacamole or freestyle addition couscous, potato-chickpea puree), baked potatoes and salads. These dishes can be enhanced with plenty of extras like vegetables, beef, chicken, smoked duck breast, fried goat cheese and many more.

We select a large freestyle platter (€8), a small salad with beef (€4,50 + €3), a wrap with smoked duck breast salad, pineapple - mango - mint chutney, sour cream and balsamic dressing and one with Tiger prawns, salad, potato-chickpea puree, homemade chili-vanilla jelly, yogurt - wasabi dressing and Asian dressing (€ 8.50 / € 9). The friendly waitress recommends a rasperry-I-forgot-the-other-ingredients-dressing for the salad and we decide to go for it.

Being located in this area of the town and with every dish coming for less than € 10 we fear to be served with tiny portions good for a picture in a sophisticated restaurant guide but not sufficient to fill our stomachs. Luckily that's not the case: The wraps are big enough to be tried by each one of us and each one of us agrees: Delicious, fresh and healthy! The many sauces, relishes and chutneys in that thin pita bread are perfectly complementing the duck breast/tiger prawns being a non-dominating but very important support act. The small salad is fresh and teaming up with the beef it becomes a quiet a portion delicately coated in that rasperry-I-forgot-the-other-ingredients-dressing. The freestyle platter can give any other dedicated oriental restaurant a run for their money and is not only eaten up in no time but we also leave the platter brightly polished using the bread that came along with it.

I am getting a watery mouth just writing about it. € 32.50 (excluding drinks) - good value for money - go for it!



Small salad with beef and rasperry dressing

Freestyle oriental platter

Wrap with smoked duck breast





IMA legga: IMA Multibar

zuletzt besucht: 21.10.2011
Wo: Kleine Bockenheimer Straße 14, Frankfurt
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Warum eigentlich in die Innenstadt gehen, wenn man in den Bornheimer Gassen gut speisen kann? Sicher, das Restaurant Heimat auf der Berliner Straße ist definitiv einen Besuch wert aber das hält der Geldbeutel ja nicht in aller Regelmäßigkeit aus. Man tut der der Innenstadt wahrscheinlich Unrecht und daher werde ich versuchen mich in Zukunft  aufzuraffen um dort auf Entdeckungsreise zu gehen. Wie es der Zufall so will geht mein Arbeitskollege für eine längere Zeit zurück in die USA und da das Hotel in dem er am Abend vor seinem frühen Flug nächtigt nicht weit von der Freßgass entfernt ist, führen mich meine Recherchen sowie zurück in Erinnerung gerufene Empfehlungen dazu, das kleine informelle Abschiedsessen in der IMA Multibar abzuhalten. Wir sind zu dritt und ich hatte nachmittags angerufen und reserviert und sollte dieser Freitag als Maßstab gelten, dann ist dies auch zu empfehlen. Der kleine Laden ist minimalistisch eingerichtet ohne kalt zu wirken und vom DJ Pult vor den Toiletten wird der Raum mit angenehmer Musik beschallt.

Die Tische stehen ziemlich eng und mittags wird es hier wahrscheinlich etwas stressig aber sowas stört mich nicht. Wenn man sich vorher informiert, dann weiß man eigentlich recht genau wo man mit welcher Atmosphäre zu rechnen hat und daher fließen solche Dinge nicht in meine Bewertung ein. Schließlich geht man an einem Samstagabend für ein Candlelight-Dinner nicht zum McDonalds oder hält in Hamburg am Hafen nicht eben mal schnell mit dem Auto bei Henssler & Henssler (übrigens sehr lecker) und will schnell eine Dorade-to-go.

Wir laufen an der offenen Küche vorbei und setzen uns an unsere Plätze. Die Karte ist glücklicherweise übersichtlich - vereinfacht dies doch die Auswahl und könnte auf ein "wenig aber gute Auswahl" Konzept hinweisen. Darüberhinaus erleichtert es mir doch den Übersetzungsaufwand deutlich.

Die Karte besteht aus Wraps, orientalischen Platten (Hummus, Avocadocreme oder Freestyle mit zusätzlich Cous-Cous, Kartoffel-Kichererbsen-Püree usw.), Baked Potato und Salaten. Zu den Vorspeisenplatten und Salaten kann man sich reichlich Extras wie z.B. Gemüse, Hackfleisch, Rind- oder Hähnchenfleisch, geräucherte Entenbrust, gebratenen Ziegenkäse und einiges mehr bestellen.

Wir entscheiden uns für die große Freestyleplatte (€ 8), einen kleinen Salat mit Rindfleisch (€ 4,50 + € 3), einen Wrap mit geräucherter Entenbrust, Salat, Ananas-Mango-Minz-Chutney, Sourcream und Balsamico Dressing und einen mit Tiger Prawns, Salat, Kartoffel-Kichererbsen-Püree, hausgemachter Chilli-Vanille-Marmelade, Joghurt-Wasabi-Dressing und Asia Dressing (€ 8,50 bzw. € 9). Zum Salat empfiehlt uns dies nette Bedienung ein Himbeer - aargh-ich-hab-es-vergessen-Dressing. Die Tafel mit einem tagesaktuellen Gericht lassen wir aufgrund des Erstbesuches erstmal außer acht. Der Preis von unter € 10 pro Speise nährt unsere Befürchtung, dass uns aufgrund der hippen Lage gleich Miniportionen auf den Tisch gestellt werden. Diese erfüllt sich glücklicherweise nicht. Im Gegenteil: Aufgrund der Größe des Wraps kann jeder mal probieren und alle sind sich einig: Wow, Schmeckt frisch und gesund! Die vielen Saucen und Chutneys im dünnen Fladenbrot halten sich dezent zurück und ergänzen die Entenbrust bzw. die Tiger Prawns als perfekten Support Act. Der kleine Salat ist frisch und knackig, das Himbeer - aargh-ich-hab-es-vergessen-Dressing passt super zum Rindfleisch und ergibt insgesamt eine richtig ansehnliche Portion. Die Freestyleplatte zeigt selbst alteingesessenen orientalischen Pendants, dass Wasserpfeifen und Sitzkissen noch lange nicht mit gutem Essen korrelieren und ist in wenigen Augenblicken mit Hilfe der Brotbeilage blankgeputzt.

Ich bekomme gerade beim Schreiben schon wieder Hunger...also € 32,50 (exkl. Getränke)...hingehen!

Kleiner Salat mit Rindfleisch

Große Freestyleplatte

Wrap - Geräucherte Entenbrust

Wednesday, July 27, 2011

Hessisch Fjüschn?: Klabunt

zuletzt besucht: 09. Juli 2011 /26. Juli 2011
Wo: Berger Straße 228, 60385 Frankfurt am Main
Info: www.klabunt-frankfurt.de, 069 9459-8140

Wer in das Klabunt auf der oberen Berger Straße reinspaziert, dem wird alles andere als die moderne Fusionsküche einfallen. Wie soll man aber die Gerichte in dem alternativ ausgerichteten und mit lustigen Karikaturen behangenen Lokal in dem Lesungen von Autoren der Titanic stattfinden anders beschreiben? Dinkelpizza und Rumpsteak mit Apfel-Chilli-Rahmsoße begegnen einem ja nicht allzu häufig. Entdeckt man dann noch auf der Getränkekarte das legendäre Schlappeseppelbier aus der ebenso legendären Aschaffenburger Brauereigaststätte, weiß man das der Abend alles andere als gewöhnlich wird. Die Wartezeit an vollen Tagen - also fast immer - ist schon relativ happig (bis zu 45 min).

Das Klabunt verwendet laut Webseite, die auch Auskunft über künftige Lesungen gibt, ausschließlich hochwertige Produkte aus der Region und daran besteht spätestens beim ersten Biss in die Dinkelpizza kein Zweifel mehr: Herzhaft und vor allem reichhaltig belegt mit z.B. Sauerkraut, Tomatenstreifen, Zwiebeln, Speck, hausmacher Leberwurst und Käse ( € 8,50), ist jedes Stück ein Genuss - nur gefolgt von der traurigen Gewissheit, dass sie bald aufgegessen ist. Kleine Pausen für einen erfrischenden Schluck Schlappeseppel oder sauergespritzen (Apfelwein) verlängern den Genuss etwas. Auch beim Rumpsteak und den kross zubereiteten Bratkartoffeln gibt es nichts zu meckern. Der Star dieser Speise ist jedoch ohne den Hauch eines Zweifels die Apfel-Chilli Rahmsoße: Ich habe mich bisher noch nicht getraut zu fragen, ob man diese auch separat für zuhause erwerben kann, denn ich würde sie aufs Brot schmieren, zum Dippen benutzen oder einfach einer Pastasoße etwas nachhelfen....oder mich reinzusetzen. Diese fruchtig-rahmige Kombination ist allein schon ein Grund das Klabunt noch einmal zu besuchen. Zu empfehlen ist auch das handgestampfte Kartoffelpüree mit unerwartet aber nicht unangenehm scharfen Honighühnchen in Ingwer, Chilli und Knoblauch. (€9,90). Kurioserweise ist unter all diesen exotischen Gerichten, der Handkäs' mit roten Zwiebeln (€ 4) der Beste, den wir seit langer Zeit hatten. Zur Verdauung gibt es einen fränkischen (!) Single Malt und gut angelegte € 28 (exkl. Getränke) später geht es weiter in das Nachtleben.

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln? 
Dann bestellt etwas von der Tageskarte oder 1* Rumpsteak mit Apfel-Chilli Rahm und 1* Honighühnchen. Vornweg vielleicht noch ein Handkäs'!


Handkäs' mit (roter) Musik

Ingwerhühnchen und handgestampftes Kartoffelpüree