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Wednesday, November 9, 2011

Kleines Café Schneider - Frühstück, Kaffee, Kuchen

zuletzt besucht: 06.11.2011
Wo: Heideplatz 1 / Ecke Schoppenhauer Straße, 60316 Frankfurt
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So seitdem 01.08. hat neben dem Pendant an der Kaiserstraße nun auch ein (kleines) zweites Schneider's Café in Frankfurt eröffnet. Das gehört zur Kette Wiener's, deren Filialen allesamt im Münchener Raum angesiedelt sind. Der Laden, der vormals die Patisserie Iimori beherbergte, ist sehr schön eingerichtet und zudem fällt durch die großen Fenster zur Straße viel Licht ein. Wie zu vermuten bietet das Café Frühstücksspezialitäten Österreichs an. Wenige Dinge kenne ich und ob der Rest frei erfundene Speisen mit österreichischen Namen (Palatschinken statt Pfannkuchen) oder typische Kost unserer Nachbarn ist sei dahingestellt.

Wir nehmen einmal den Palatschinken mit gefüllt mit Spinat und Tomate (€ 4,90), ein Vollkorntoast (€3,90) mit Serranoschinken und Rucola sowie eine Portion Räucherlachs mit Sahnemeerrettich (€ 5,90). Dazu  kommt noch gemischtes Gebäck (€ 2,10).

Der Palatschinken ist dünn und noch schön warm und die Füllung macht auf uns einen frischen Eindruck. Für mich könnte sie noch einen Tick raffinierter abgeschmeckt sein aber ich bin sowieso ein chronischer Nachsalzer und- würzer aber meine Begleitung empfindet dasselbe. Am Lachs gibt es nichts zu meckern ebenso wenig am Vollkorntoast. Begleitet wird das Ganze mit Cappuchino und Moccha und hinsichtlich Kaffee kann man den Wienern ja nicht viel vormachen. Zum Nachtisch gibt es dann noch einen, aus dem sündigen Kuchenpool mühsam ausgesuchten, wirklich leckeren Himbeersahnekuchen (€ 3,60).

Für ein entspanntes Frühstück, Kaffee und Kuchen ist das kleine Kaffee Schneider auch durch die gemütlich -schöne Einrichtung und dem wirklich netten Personal durchaus zu empfehlen.


Palatschinken gefüllt mit Spinat & Tomate

Räucherlachs




Moccha und Himbeer-Sahnekuchen

Tuesday, October 25, 2011

Gut getroffen oder abgeblitzt? Paparazzi

zuletzt besucht: 17.10.2011
Wo: Seckbacher Landstraße 48, 60389 Frankfurt
Info: www.paparazzi-ffm.de, Tel: 069 68 97 73 40, geöffnet täglich 17:00 bis 23:00
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Wenn mit hausgemachten Nudeln geworben wird, lässt mein Besuch nicht lange auf sich warten. Montags ist in der Gastronomie ja nicht der stressigste Tag, so dass wir leicht einen Platz für zwei finden. Woher der Name kommt ist klar: An den Wänden hängen Bilder von Prominenten, die uns freundlich entgegen lächeln. Wir schauen auf die Karte und entscheiden vorab, dass wir eine Pizza bestellen und uns eine Pasta teilen. Dies fällt bei der großen und vor allem lecker beschriebenen Auswahl ziemlich schwer. Das freundliche Personal bringt uns zunächst unseren Pinot Grigio (faire € 9,80 für 0,5l) und nimmt unsere Bestellung entgegen: Es soll einmal die Pizza Stallone sein (€ 8 mit Spinat, Ricotta und Parmesanschinken) sowie die hausgemachten schwarzen Tagliolini mit gebratenen Scampis und Hummersoße (€13,50).

Allzu lange müssen wir nicht auf unsere Speisen warten und wir blicken freudig auf die dampfend heiße Pizza. Der Blickfang ist aber die wunderbar Pasta, die nicht auf einem Teller sondern auf einem aufgebackenen, krossen Teig Platz findet.

Die Pizza schmeckt sehr gut. Sie ist mit frisch pürierten Tomaten belegt und der Spinat sowie der Parmaschinken haben noch den richtigen Biss. Warum dies nicht so euphorisch klingt liegt an der Pasta: Die ist der absolute Wahnsinn und stiehlt der Pizza die Show. Vielleicht hätte zu der eher milden und cremigen Pasta eine schön würzig-pikante Pizza besser gepasst. Sowohl der Kellner als auch meine Begleitung sind erstaunt als ich die ganzen (!) Chillischoten, die mir der Kellner mit der Bemerkung "Aufpassen" hingestellt hat gleichmäßig auf meine Hälfte des neapolitanischen Fladenbrots drapiere - und aufesse! Die Pasta sind wirklich al dente, die Scampis sind gut gebraten und gewürzt und man möchte ihnen vor Neid den Platz in der himmlischen Hummersoße streitig machen. Während wir die Scampis zerlegen kommt immer wieder ein Kellner vorbei und fragt ob alles in Ordnung sei - wir fühlen uns also bestens umsorgt. Es ist alles in bester Ordnung und zwar dermaßen, dass wir die Finger nicht vom krossen Tellersubstitut lassen können, der sich mittlerweile mit der Hummersoße voll gesogen hat...hmmm!

Für € 25 (exkl. Getränke) kann sich das viel mehr als schmecken lassen. Der Laden hat Charme und leckere Pasta und das führt uns sicher noch einmal hierher.

Pizza Stallone


Schwarze Tagliolini mit gebratenen Scampis und Hummersoße

Tuesday, October 18, 2011

Nochmal besucht: Restaurant Nummer 16 (Luigi & Luana)

zuletzt besucht: Freitag, 14.10.2011
Wo: Wiesenstraße 52, 60385 Frankfurt am Main
Info: Tel: 069 46 45 91

Es wurde mal wieder Zeit. Es wird ja langsam knackig kalt und warum sollte man dann nicht eine vertraute und gemütliche Umgebung für ein ausgiebiges Abendessen aufsuchen. Ein guter Freund aus dem Süden Deutschlands ist zu Besuch und da ich ihm schon seit Jahren von diesem Restaurant vorschwärme ist die Wahl diesmal klar. Ich rufe einen Tag vorher an um mir die gewohnte Antwort abzuholen: " Von halbe sieben bise achte habbe wir Plazze für swei Persona, danach sind wir katastrophal ausgebucht. Also speta einfach vorbei komme!"

Ist geritzt: Wir trudeln gegen 21:15 Uhr in ein bis auf den letzten Platz volles Restaurant ein und treffen auf weitere hungrige Leidgenossen, die bereits auf einen Tisch warten. Die dreiviertel Stunde Wartezeit vertreiben wir úns am Tresen mit dem gewohnt leckeren und bis zum Glasrand eingeschenkten roten Vino de la casa. Am Tresen werden dann auch 2 Barhocker frei und wir sind gespannt wie auf dieser schmalen Fläche unser Essen Platz finden soll. Natürlich bestelle ich Bekanntes, schließlich soll meine Empfehlung keine Enttäuschung beim Angereisten auslösen. Wir wählen den Salat Murisceddu - natürlich nur für eine Person - und die Tria combinazioni, also Pasta, Gemüse und Lammrückenfilets.

Allein der Blick meiner Begleitung bei Ankunft der Gerichte ist den Besuch schon wert. Diesmal wählen wir anstelle der Spaghetti mit Hackfleischsauce della Casa die Spaghetti Pesto zur Tria combinazioni und was soll man sagen: Dieses Restaurant setzt einem beständig Spitzenqualität vor und verdutzt fragt man sich warum der eben verschlungene Happen noch besser schmeckt als der Letzte. Die Pesto, leider oft in Sahne erstickt und mit billigem Öl zubereitet, ist herrlich lecker. Man erkennt auf den ersten Blick, dass der Basilikum frisch geschnitten und mit Knoblauch, Peccorino und Olivenöl von hoher Qualität angemacht wird.

Wir wollen unbedingt einen Nachtisch, denn schließlich sitzen wir unmittelbar neben dem Kühlregal voller Tiramisu, Schokoladenmousse und Panacotta. Wir entscheiden uns für Tiramisu - aber zum Mitnehmen. Es stellt sich heraus, dass meine Idee das Tiramisu bereits während des Essens zu reservieren, sofern wir diese verwirklicht hätten, vernünftig gewesen wäre:

"Tut unse leide, bereits vobestellte, ausverkauft".

Dies gilt auch für das Schokoladenmousse und daher nehmen wir gezwungenermaßen die Panacotta mit Fruchtsauce, bezahlen knappe € 55 exklusive Getränke für Portionen, die für 3 gereicht hätten, trinken den Ramazotti aufs Haus und bringen unsere Panacotta schnell in den häuslichen Kühlschrank.

Zur Panacotta: Wahnsinn! Das sind glückliche Pfunde, die man sich wieder abtrainieren darf.

"Das ist das beste italienische Essen, dass ich außerhalb gegessen habe", sagt mein Kumpel. Ich darf nun wohl häufigeren Besuch aus dem Süden erwarten....










Thursday, October 13, 2011

Scharfer Engel aus Thailand: Suvadee

zuletzt besucht: 10.10.2011
Wo: Baumweg 19, 60313 Frankfurt am Main, Tel: 069 49 40 764
Wo: Steinweg 7, 60316 Frankfurt am Main, Tel: 069 28 54 77
Öffnungszeiten: Steinweg: 12 - 23 Uhr durchgehend geöffnet, Sonntags Ruhetag, Baumweg: 12 - 15 Uhr und 18 - 23 Uhr, Samstags und Sonntags durchgehend geöffnet, Montags Ruhetag

Gleich zweimal ist das Suvadee (zu Deutsch: Engel) in Frankfurt vertreten - einmal am unteren Ende der Berger Straße und einmal in der Innenstadt nähe Hauptwache.

Nach einigen, sehr zufriedenstellenden, Besuchen der Lokalität im östlichen Nordend, entscheiden wir uns diesen Abend für das Restaurant in der Innenstadt. Hier werden wir freundlich empfangen und zu unserem Tisch für Zwei geführt. Wir hatten nicht reserviert, da die Entscheidung draußen zu essen eine Spontane war und wir darüberhinaus mit unserer Vermutung richtig lagen, dass an einem Montag mit Sicherheit noch einige Plätze frei sind. Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass man für das Suvadee am Baumweg vorab reservieren sollte und laut Bekanntenkreis gilt dies im Regelfall auch für die Innenstadt.

Erfreulich: Durchaus genießbare Ausschankweine fangen schon bei € 3,90 an und hören schon bei € 5,90 pro Glas auf. Eine willkommene Abwechslung zu Lokalen in angenehmer Lage, die vermeintlich günstige Essenspreise mit horrenden Preisen für schlechte Weine ausgleichen.

Die Entscheidung uns einen Salat (Yam Pla Muek mit Tintenfisch, Tomaten, Zitronensaft, Chili, Pfefferminze und Koriander - € 13,50) und eine Hauptspeise (Kiuw Waan Nuea mit Rindfleisch, getrocknete rote Chili, Zitronengras, Knoblauch, Scharlotten u.v.m, € 12,90) zu teilen, stellte sich aufgrund der sättigenden Portion als richtig heraus.

Wobei der zweite Happen des Salates uns die Entscheidung schon fast bereuen lässt: Wider früherer Erfahrung und anscheinend bar jeder Vernunft nahmen wir die Anmerkung "sehr scharf" in der Karte wohl nicht ernst. Hieran ist wohl zum einen der inflationäre Gebrauch der Begriffe "sehr", "scharf" und "pikant" bei anderen Adressen schuld, bei denen man immer "sehr scharf" bestellen muss um überhaupt etwas Pikantes vorgesetzt zu bekommen und zum anderen der Übermut eines Inders - meiner!

Nicht hier: Das Ding ist höllisch scharf, doch vor allem der zitronige Sud ist so dermaßen lecker, dass wir nicht anders können als weiter zu essen. Daneben schwächt das Kiuw Waan Nuea, in der Speisekarte übrigens als "scharf" deklariert, die Schärfe des Salates fast schon ab. 

Hier lautet die Regel also: Alles was "sehr scharf" ist, kann als brutal bezeichnet werden. Alles was " scharf " ist als sehr scharf. Sollte Eure Zunge nicht über Jahre hinweg trainiert worden sein, empfiehlt es sich "leicht" scharfe Gerichte zu wählen.

Wir waren an der Schmerzgrenze ohne diese gänzlich zu überschreiten aber wir waren uns einig: Extrem lecker! Der Salat hat genau die richtige Temperatur, der Tintenfisch ist nicht zu zäh und der Sud mit den vielen roten Chilistücken ist eine Augenweide. Das Gemüse im Hauptgang ist knackig und jede einzelne Ingredienz kommt zur Geltung, ohne dass jedes Gericht, wie leider so oft, in Zitronengras, extrem seifigen Thai-Basilikum und Kokosmilch ertränkt wird. Selbst die Reisbeilage verputzen wir aufgrund des Aromas und der leicht salzigen Note komplett.

Wir sind satt und die zugeführten Kalorien wurden wohl gleich während des Essens wieder ausgeschwitzt! Wir zahlen € 27 exkl. Getränke und wundern uns über die Beliebtheit des überschätzten, überkandidelten, überteuerten und nachlassenden Rama V (Vilbeler Straße 32, nähe Konstablerwache). 

Bis bald Engel!


PS: Leider gibt es diesmal keine Empfehlung, da die Auswahl riesig ist aber einen der exotischen Salate sollte man definitiv probiert haben.

Tuesday, September 13, 2011

Uff de anner Seit is a schee...Apfelwein Atschel

copyright: http://www.rollschoppen.de/wordpress/wp-content/images/atschel. 
zuletzt besucht: 11.09.2011
Wo: Wallstraße 7, 60594 Frankfurt
Tel: 069 61 92 01
Öffnungszeiten: 
Mo-So: ab 12.00 h
Küche bis 23.00 h

Es geht also auf in die weite Welt, raus aus Bornheim und über den Main, bei wahrhaftig stürmischem Wetter um der Empfehlung meiner Begleitung zu folgen. 

Was erfreut: Das Atschel liegt etwas abseits der Partyzone und von den Touristenapfelweinlokalen und das merkt man dem Lokal auch an: Rustikal und urig zwar aber nicht überbordend kitschig. Draußen ist ebenfalls Platz aber die Wetterlage lässt den Genuss unter freiem Himmel leider nicht zu.

Auch wenn die Tageskarte, die putzigerweise zum Menü auf einer kleinen Schiefertafel gereicht wird, mit Kräutern gefüllte Taunusforelle oder Muscheln rheinischer Art ausweist, so muss doch zur Beurteilung etwas Repräsentatives - sprich: Vergleichbares - sowie eine Empfehlung der Begleitung her. 

Bestellt wird einmal die Frankfurter Grüne Soße, die hausgemacht sein soll, mit Salzkartoffeln und Eiern (ca. € 10) und einmal das marinierte Schäufelchen mit Bratkartoffeln (ca. € 15). Ob hausgemacht oder nicht: Für mich, der sie eher frisch und flüssig sowie nach Kräutern schmeckend als zu cremig und Schmand- oder Mayonnaiselastig mag, ist sie ein Highlight. Die Kräuter nicht zu durchpüriert und genau richtig angemacht was die Würze und Säure angeht. Selbstredend, dass die Salzkartoffeln und die Eier sich keine unnötige Blöße geben. 

Der Salat zum Schäufelche ist absolut in Ordnung aber die Hauptrolle kommt natürlich der sagenhaft großen Schweineschulter zu, die mit viel Fleischanteil die Bratkartoffeln vom Teller verdrängt. Schon bei leichter Berührung mit dem Besteck fallen die butterzarten Fleischstücke ab und zergehen ebenso auf dem Gaumen. Die Bratkartoffeln finde ich einen Tick zu trocken, doch trübt dies den Gesamteindruck in keinster Weise. Der Apfelwein (sauergespritzt) ist schön süffig und kommt mir mit geringem Säuregehalt absolut entgegen.

Das dringend zur Verdauung benötigte Mispelsche rundet den Abend ab und netterweise wird heute je ein zweiter bei Begleichung des absolut leistungsgerechten Rechnungsbetrags von knapp € 30 (exklusive Getränke) vom netten Personal aufs Haus ausgegeben. Zum Glück: Der Regen hat aufgehört und einem Spaziergang für einen Absacker steht nichts mehr im Wege. Dribbdebach..ich komme wieder!

Wednesday, July 27, 2011

Hessisch Fjüschn?: Klabunt

zuletzt besucht: 09. Juli 2011 /26. Juli 2011
Wo: Berger Straße 228, 60385 Frankfurt am Main
Info: www.klabunt-frankfurt.de, 069 9459-8140

Wer in das Klabunt auf der oberen Berger Straße reinspaziert, dem wird alles andere als die moderne Fusionsküche einfallen. Wie soll man aber die Gerichte in dem alternativ ausgerichteten und mit lustigen Karikaturen behangenen Lokal in dem Lesungen von Autoren der Titanic stattfinden anders beschreiben? Dinkelpizza und Rumpsteak mit Apfel-Chilli-Rahmsoße begegnen einem ja nicht allzu häufig. Entdeckt man dann noch auf der Getränkekarte das legendäre Schlappeseppelbier aus der ebenso legendären Aschaffenburger Brauereigaststätte, weiß man das der Abend alles andere als gewöhnlich wird. Die Wartezeit an vollen Tagen - also fast immer - ist schon relativ happig (bis zu 45 min).

Das Klabunt verwendet laut Webseite, die auch Auskunft über künftige Lesungen gibt, ausschließlich hochwertige Produkte aus der Region und daran besteht spätestens beim ersten Biss in die Dinkelpizza kein Zweifel mehr: Herzhaft und vor allem reichhaltig belegt mit z.B. Sauerkraut, Tomatenstreifen, Zwiebeln, Speck, hausmacher Leberwurst und Käse ( € 8,50), ist jedes Stück ein Genuss - nur gefolgt von der traurigen Gewissheit, dass sie bald aufgegessen ist. Kleine Pausen für einen erfrischenden Schluck Schlappeseppel oder sauergespritzen (Apfelwein) verlängern den Genuss etwas. Auch beim Rumpsteak und den kross zubereiteten Bratkartoffeln gibt es nichts zu meckern. Der Star dieser Speise ist jedoch ohne den Hauch eines Zweifels die Apfel-Chilli Rahmsoße: Ich habe mich bisher noch nicht getraut zu fragen, ob man diese auch separat für zuhause erwerben kann, denn ich würde sie aufs Brot schmieren, zum Dippen benutzen oder einfach einer Pastasoße etwas nachhelfen....oder mich reinzusetzen. Diese fruchtig-rahmige Kombination ist allein schon ein Grund das Klabunt noch einmal zu besuchen. Zu empfehlen ist auch das handgestampfte Kartoffelpüree mit unerwartet aber nicht unangenehm scharfen Honighühnchen in Ingwer, Chilli und Knoblauch. (€9,90). Kurioserweise ist unter all diesen exotischen Gerichten, der Handkäs' mit roten Zwiebeln (€ 4) der Beste, den wir seit langer Zeit hatten. Zur Verdauung gibt es einen fränkischen (!) Single Malt und gut angelegte € 28 (exkl. Getränke) später geht es weiter in das Nachtleben.

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln? 
Dann bestellt etwas von der Tageskarte oder 1* Rumpsteak mit Apfel-Chilli Rahm und 1* Honighühnchen. Vornweg vielleicht noch ein Handkäs'!


Handkäs' mit (roter) Musik

Ingwerhühnchen und handgestampftes Kartoffelpüree



Tuesday, July 12, 2011

Zünftig: Apfelwein Solzer

Copyright: http://www.stoeffche.de/wirte/image_w/solzer.jpg
zuletzt besucht: 08.07.2011
Wo: Bergerstrasse 260, 60385 Frankfurt am Main
Info: http://www.solzer-frankfurt.de, 069452171

Das Solzer ist ein Bornheimer Urgestein, dessen Geschichte schon ein paar hundert Jahre zurückreicht. Man könnte meinen, dass sich seitdem, außer der modernen Küche, auch nicht so wahnsinnig viel verändert hat. Durch den Eingang gelangt man an der historischen Gaststube sowie an der Küche vorbei in den riesigen Innenhof. Dieser wird flankiert von überdachten Einlässen in denen man ebenfalls Platz nehmen kann. Das riesige Platzangebot lässt erahnen, dass dieser Ort eher für einen geselligen Abend als für ein romantisches Dinner zu Zweit gedacht ist.

Wir - zu viert mit großem Hunger - werden von einer sehr netten Angestellten an einen großen Tisch gesetzt, an dem unsere Sitznachbarn gerade einen Geburtstag feiern. Natürlich wird erst mal ein sauer Gespritzter vom selbst gekelterten Apfelwein bestellt. Beim Apfelwein gehen die Meinungen ja weit auseinander, aber ich - der wenig Ahnung hat - mag keinen süß gespritzten und die sauer gespritzten sind mir eben oft zu...naja..sauer. Hier ist er angenehm mild und lässt sich wunderbar mit einem Schuss Sprudelwasser trinken.

Wir schauen auf die Tageskarte und möchten die Wildschweinbratwurst frisch vom nahe gelegenen Metzger. Leider ist diese aus und so bestellen wir á la carte: Wir nehmen einen "Großen Gartensalat spezial, mit gerösteten Kernen und kurzgebratenen Streifen vom argentinischen Roastbeef (€ 11,90)". Der Salat, von dem locker zwei Personen satt werden, hat ein wunderbar süß-säuerliches Dressing mit herrlich saftigen und würzigen Roastbeefstreifen. Das wunderbar kross panierte Bernermer (Bornheimer) Schnitzel mit einer nicht zu schweren grünen Soße und Bratkartoffeln (€ 9,90) bekommt, wie das gegrillte Rippchen mit Sauerkraut und Kartoffelbrei (€ 8,80), von unseren Begleitern ebenfalls einen Daumen Hoch. Richtig deftig wird es noch einmal beim leckeren "Frankfurter Krüstchenschnitzel mit Spiegelei auf geröstetem Brot, grüner Soße, Meerrettich und Salatgarnitur (€ 9,50)" bei dem man sich einen größeren Mund wünschte, um ein Stück Schnitzel mit dem darunterliegenden Röstbrot samt dem Spiegelei und der grünen Soße mit einer Gabel in den selbigen befördern zu können. Der traditionelle Calvados mit Mispelsche am Ende darf natürlich nicht fehlen.

Wir zahlen bei 4 Personen mehr als faire € 40 (exklusive Getränke) und machen uns pappsatt auf den Heimweg.

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln?

Etwas von der Tageskarte oder 1*den Gartensalat mit Streifen vom Roastbeef oder mit Riesengarnelen und 1* das Frankfurter Krüstchenschnitzel.



Gegrilltes Rippchen
Salat mit Streifen vom Roastbeef


Krüstchenschnitzel

Tuesday, June 28, 2011

Weder Pizza noch Bolognese: Restaurant Nummer 16 (Luigi & Luana)


Rezension meines zweiten Besuches vom Oktober 2011 (deutsch) - Review of my second visit from Oct 2011 (english)

zuletzt besucht: ende Mai 2011
Wo: Wiesenstraße 52, 60385 Frankfurt am Main
Info: Tel: 069 46 45 91

Nummer 16: "Numäh sächszehn..halloo!"
Ich: "Ja hallo, könnte ich für heute Abend einen Tisch für 2 Personen reservieren?"
Nummer 16: "Hehe...aaaales voll...vielleischte an de Baar?
Ich: "Klar, bis heute Abend"

Wenn man Glück hat, geht der Dialog so aus! Meistens, und gerade mit mehr als 2 Personen, besteht eigentlich kaum eine Chance so spontan einen Tisch so zu bekommen.

Kitsch pur: Fotos aus der Heimat, Korbflaschen und ausgestopfte Tiere! Willkommen im familiengeführten Restaurant Nummer 16 - Meinem Lieblingsitaliener der Stadt oder sollte ich sagen: Meinem Lieblingssarden? Das Restaurant befand sich früher an der Rohrbachstraße Nummer 16 und hat daher seinen Namen.

Ob damals, so habe ich mir sagen lassen, oder heute, was ich aus eigener Erfahrung weiß: Das was hier aufgetischt wird hat es in sich. Die gewohnten Pastavariationen wie Bolognese, Napoli oder Arrabiata sucht man hier vergebens - zum Glück! Sardische Küche ist deftiger, herzhafter und würziger als das was man vom "Italiener um die Ecke" so gewohnt ist.

Spanferkel möchte man auf Sardinien wohl nicht sein, da man mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einem Teller umgeben von süffiger Spaghetti, hausgemachter Hackfleischsauce sowie Gemüse landet und als Gericht "Spaghetti Nummer 16 für 2 Personen" (21 €) dem Gast serviert wird. Wer jetzt bei dem Preis stutzig wird, dem sei gesagt: Die Portion reicht für 3 Personen! Noch ein bisschen geriebenen Ziegenkäse drauf - Fragen nach Parmesan, Cola, Fanta und anderen nichtsardischen Produkten werden mit einem bemitleidenden Lächeln beantwortet - und schon kann das Schlemmen losgehen.

Sollte jemand Lust auf Fleisch haben, dem sei gesagt, dass die Auswahl reichlich ist. Sehr zu empfehlen ist die Tria Combinazione für 2 Personen: 2 butterzarte Lammrückenfilets mit Gemüse sowie Pasta mit Hackfleischsauce della casa! (€ 28)

Wer Weißwein und Rotwein mag, ist mit dem Hauswein wunderbar bedient. Nur anstoßen kann man mit ihm nicht. Warum? Weil hier eben wie bei Mama nicht gekleckert sondern geklotzt wird und das Glas dermaßen voll eingeschenkt wird, dass man erst mal abschlürfen muss um laut: "Salute" zu rufen.

Langsam signalisiert der Magen: Ich kann nicht mehr. Wer kann es ihm verdenken, haben wir doch als Vorspeise einen Salat Murisceddu (15 €), den man zu zweit mit Blick auf die kommenden Speisen lieber als einfache Portion nehmen sollte, angemacht mit herrlichem Pfefferdressing und Thunfisch verputzt.

Während das nette und aufmerksame Personal, dem man übrigens die Familienzugehörigkeit ansieht, die Gäste mit schlaraffenlandgroßen Portionen versorgt, überlegen wir ob unser Magen noch Platz für einen Nachtisch bietet. Sollte man das Glück haben noch eine der selbstgemachten Portionen Tiramisu frisch gekühlt aus der Vitrine zu ergattern, kann man sich auf ein - starkes aber angenehm rumlastiges - Mascarponerlebnis freuen.

Uhhh...wir platzen! "Zahlen bitte!" Vincenzo, der jeden Tag selbst hier isst, kommt und listet atemberaubend schnell aus dem Stehgreif auf was wir hatten und fragt:" Grappa, Ramazotti oder Espresso?" Mit dem Ramazotti im Magen bezahlen wir gut angelegte 40 Euro (exklusive Getränke) - für die wir nahezu zu viert hätten Essen können -und freuen uns auf einen langen Verdauungsspaziergang. Wir kommen wieder - wie so oft!

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln?
Dann bestellt: 1 * Salat Murisceddu, 1* Spaghetti Nummer 16 für 2 Personen oder 1 * Tria Combinazioni für 2 Personen, Tiramisu



Monday, June 27, 2011

Das kommt mir spanisch vor: Casa Pintor

zuletzt besucht am: 27.06.2011
Wo: 60322 Ffm, Bornwiesenweg 75,
Info: Tel. +49-69-597 37 23 - tägl. 18 - 2 Uhr, warme Küche bis 1 Uhr!
nur Bargeld wird akzeptiert
web: www.casapintor.de

Ursprünglich aus Andalusien kommend und dort in manchen Gegenden immer noch zu einem Getränk ohne Aufpreis als Beilage serviert, erfreuen sich Tapas hierzulande immer größerer Beliebtheit. Ich muss sagen, dass für mich bei dieser Art zu essen eher die Kombination aus geselliger Atmosphäre und den mundgerechten Portionen, die es einem erlauben möglichst viel auszuprobieren, im Vordergrund steht als die Befriedigung eines exquisiten kulinarischen Bedürfnisses.

Bei meinen Spanienbesuchen faszinierte mich immer, wie die Einheimischen (frühestens) um 22 Uhr in die Tapasläden einfallen und den Abend stundenlang essend und trinkend verbringen konnten. Ja und im Frankfurter Nordend hat es doch ein spanisch-deutsches Ehepaar geschafft - zugegebenermaßen: das liest sich jetzt klischeehaft - diese Atmosphäre einzufangen. Gut, das Nordendpublikum mag jetzt nicht annähernd so laut sein aber es geht hier - auch dank des freundlichen Personals - lebhaft zu. Es ist bodenständig eingerichtet und das etwas betagtere Möbiliar erweckt einen wohligen Eindruck.

"Wieviele?" "Zwei Personen", antworte ich. Mit dieser Frage sollte man immer rechnen, da die Nachfrage fast immer höher als das Angebot ist. Ab 19:30 Uhr muss man Wartezeit mit einplanen, wenn man nicht unbedingt an der Bar sitzen will obwohl sich die Zeit auch dort wunderbar mit einem Glas Wein und einem Snack vertreiben lässt. Die Plätze draußen sind bei entsprechender Witterung natürlich noch schwieriger zu bekommen. Das Personal und die Besitzer bemühen sich jedoch immer um einen Platz.

Was bestellen wir? Für mich sind die Garnelen in Knoblauch (Gambas al ajillo - 8 €) der Gradmesser an dem sich die Konkurrenz messen muss und hier schmecken sie mir einfach am besten! Der leicht pikante Ölsud verlädt einen geradezu das Schälchen mit dem hinzugestellten frischen Weißbrot komplett trockenzulegen. Dazu noch einmal einen gemischten Teller des Tapassortiments (8 €) aus der Vitrine vorne am Tresen, der heute aus eingelegtem Schafskäse, Kartoffeln mit scharfer Soße, Artischocken, geröstetem Brot mit Salatbeilage, frittiertem Tintenfisch und Paella besteht. Ein Blick auf die tagesaktuelle Tafel verrät, dass es noch große Mahlzeiten (12 - 17 €) gibt, wie z.B Lomo (Schweinelende) und Chuletillas (Lammkoteletts). Bei 30 Grad entscheiden wir uns aber lieber für tagesaktuelle Tapas und bestellen einmal Calamares (frittierte Tintenfischringe - 5,50 €) sowie Almejas a la plancha (Venusmuscheln - 7 €). Die Calamares, weder zäh noch nach Frittierfett schmeckend, sind schön kross. Die Venusmuscheln im Olivenöl-Kräutersud springen einem fast selbst in den Mund und sind wunderbar zart. Ein Blick auf die Tageskarte lohnt sich immer, da je nach Verfügbarkeit, Leckereien wie Pulpo a la gallega - gekochter Tintenfisch mit Salz, Paprikapulver und Olivenöl auf Kartoffeln - serviert werden.

Gegen den Durst gibt es heute San Miguel (Bier aus Barcelona) und Weißweinschorle. Wem das zu profan ist, kann einen Blick auf die gut sortierte Weinkarte werfen. Mein Lieblingswein hier ist der Rotwein Monte Toro Roble -trocken und vollmundig. Die Weinauswahl lässt sich auch online bestellen und kann wahlweise im Casa Pintor abgeholt oder nach Hause geliefert werden.

Überhaupt beruhigt ein Blick auf die Webseite, die verrät das ein Großteil der Zutaten (Chorizo, Jamon ibérico und serrano, Olivenöl etc.) eigens aus Spanien angeliefert wird. Das Fleisch und die Eier kommen aus dem Odenwald. Ich finde: Das schmeckt man auch! Zusätzlich werden die Bodegas (private Weinkeller) aus der die Weine kommen einzeln vorgestellt.

Leider sind wir jetzt zu satt für den Lieblingsnachtisch: flambiertes Eis! Schade, das machen wir beim nächsten Mal und haben den Abend für zwei Personen für - mehr als faire - 32 € (exklusive Getränke) genossen. Bis bald Casa Pintor!

PS: Ihr seid zu zweit und wollt nicht lange grübeln?

Dann bestellt: 1 * Tapassortiment aus der Vitrine, 1* Gambas al ajillo, 2* Tapasempfehlung aus der Tageskarte (Boquerones en vinagre oder Calamares oder Pulpo a la gallega), 1* Chorizo und als Nachtisch flambiertes Eis

Bild o.r. - copyright:www.casapintor.de